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am 9. März

Endlich Arbeit fair verteilen und für gerechte Frauenlöhne sorgen

Maria Buchmayr - Corona-Krise verschärft Belastungen für Frauen und zeigt Schieflage schonungslos auf - mehr Möglichkeit auf Vollzeitarbeit für Frauen und bessere Bezahlung in sogenannten typischen Frauenberufen unumgänglich

Sorgen wir endlich für eine faire Verteilung der Arbeit und damit auch für eine gerechtere Entlohnung der Frauen. Das ist die klare Grüne Forderung zum anstehenden internationalen Frauentag. Wir erleben ein permanentes Ungleichgewicht, das durch die Corona-Krise besonders drastisch vor Augen geführt wird. Eine Krise die die Frauen ganz besonders belastet. Es kann nicht sein, dass sich typische Frauenberufe gerade in der Krise als essentiell erweisen aber so schlecht bezahlt werden. Und es kann auch nicht sein, dass unbezahlte Arbeit zu Hause vor allem von Frauen erledigt wird. Diese Schieflage muss beseitigt werden. Das ist eine politische und gesellschaftliche Aufgabe. 

Die Situation ist bekannt: Von der Kassiererin im Supermarkt bis zur Pflegekraft. Diese Berufe werden gerade in der Krise gelobt und bedankt. Dass die meisten Teilzeit arbeiten, weil Zuhause Kinderbetreuung, Homeschooling und Hausarbeit warten, findet wenig Erwähnung. Diese Arbeit und Doppelbelastung ist noch immer in erster Linie Frauensache. Damit ist auch klar, warum 60 Prozent der Frauen Teilzeit arbeiten, aber nur 13 Prozent der Männer. Und damit sind auch die Verdienstlage der Frauen und die Folgen für die Frauenpensionen klar. 

Frauen müssen mehr Möglichkeit auf Vollzeitarbeit haben. Es müssen aber auch die sogenannten typischen Frauenberufe eklatant besser bezahlt werden, fordert der Grüne AK-Kammerrat und Vorsitzender der AUGE/UG, Martin Gstöttner. Denn diese Berufe werden zum Teil erbärmlich bezahlt. Das durchschnittliche Netto-Jahresgehalt von Frauen in Österreich liegt nur bei 17.500 Euro, das von Männern bei 25.000 Euro.

Die Gehälter aller Berufe und Arbeitsplätze müssen transparent und systematisch miteinander verglichen werden, sodass es zu einer gerechten Einstufung und Bewertung kommt. Zudem müssen Löhne und Gehälter eine gesetzlich und/oder kollektivvertraglich garantierte Lohnuntergrenze von 1.750 Euro/Monat (10 Euro/Stunde) einhalten. Die österreichische Wirtschaft muss sich faire Löhne und Gehälter zahlen. Das ist die klare Forderung der AUGE/UG, betont Martin Gstöttner. 

Grüne AK-Kammerrat und Vorsitzender der AUGE/UG, Martin Gstöttner und LAbg. Maria Buchmayr zum 110. Weltfrauentag
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