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am 31. März 2015

Vor dem Gehaltszettel sind alle gleich!

Maria Buchmayr - Grüne OÖ präsentieren Leitfaden für erfolgreiche Gehaltsverhandlungen für Frauen Heute ist Equal Pay Day: Frauen haben bisher „umsonst“ gearbeitet

Vor dem Gehaltszettel sind alle gleich

Frauen verdienen in Österreich auch im Jahr 2015 – gemessen an Vollzeitbeschäftigung - immer noch um 23,85 Prozent weniger als Männer. In Oberösterreich ist die Einkommenssituation für Frauen sogar noch schlimmer: In Oberösterreich  müssen Frauen mit 27 Prozent weniger Gehalt auskommen als ihre männlichen Kollegen. Im europäischen Vergleich ergibt sich ein beschämendes Bild: Die Einkommensschere ist in unserem südlichen Nachbarland Slowenien (3,2%) am geringsten. Österreich hingegen befindet sich auf dem blamablen vorletzten Platz, dahinter folgt nur noch Estland.

Bis heute haben Frauen „umsonst“ gearbeitet

Der Einkommensunterschied von 23,85 Prozent bedeutet, dass Frauen in Österreich bis zum heutigen Tag, also bis 31. März, „umsonst“, sprich unentgeltlich gearbeitet haben. Die prozentuelle Einkommensschere beträgt also 90 Tage (62 Werktage). Männer haben bis heute durchschnittlich 9.866,-- Euro verdient, Frauen genau 0 Euro. Erst ab morgen, dem 1. April, wird theoretisch auch Geld auf unsere Konten überwiesen. In Oberösterreich müssen Frauen rein rechnerisch noch länger warten. Bei einer Einkommensdifferenz von 27,1 % (Jahr 2014) ergeben sich sogar 99 „unbezahlte“ Tage.

Gleiche Arbeit – gleiches Gehalt

Warum Frauen weniger verdienen sollten als Männer kann man nicht rechtfertigen. Kollektivvertraglich wird zwar kein Unterschied zwischen den Geschlechtern gemacht, im Berufsleben steigen Frauen aber meist weniger schnell auf, wenn überhaupt. Trotz immer mehr Vätern in Karenz und einem geänderten Rollenbild bleibt die die Vereinbarkeit von Job und Familie zum Großteil Frauensache. Väterkarenz ist daher häufig eine Frage des Sich-Leisten-Könnens. Alleinerzieherinnen haben es noch schwerer. Für viele von ihnen bleibt oft nur die Weg in die Teilzeitarbeit, bei gleichzeitig geringeren Bezügen. Die Gründe, warum es Frauen seltener in Führungspositionen schaffen, sind vielfältig. Zur Doppelbelastung von Kindererziehung und Beruf erschweren diverse Interessensgruppen die Einführung einer Frauenquote. 

Zum anderen regieren Männerbunde auch weiterhin, die Frauen von vornherein ausschließen. Der freie Markt regelt also doch nicht alles - das alte System der Parteibuchwirtschaft funktioniert immer noch. Männerbunde versorgen sich mit Jobs, Frauen sind von der Mitgliedschaft ausgeschlossen.  Fest steht auch, dass Männer wesentlich häufiger den Weg ins Chefbüro antreten um über ihr Gehalt zu verhandeln, als Frauen das tun. Das wollen wir ändern.

Grüne OÖ präsentieren Leitfaden für erfolgreiche Gehaltsverhandlungen

„Vor dem Gehaltszettel sind alle gleich“, unter diesem Motto haben die Grünen OÖ erneut einen Gehaltsverhandlungs-Leitfaden für Frauen herausgegeben. In einer kleinen, handlichen und sehr praktischen Broschüre finden sich nützliche Karrieretipps für einen Weg zu mehr Einkommensgerechtigkeit. 31 Seiten im Pocket-Format geben Anregungen und Hilfestellungen für mehr Gleichberechtigung beim Gehalt und Tipps für das Berufsleben.

Diese Antworten liefert der Leitfaden:

  • Gehalt: Welche Schritte führen zum Verhandlungserfolg?
  • Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Gehaltverhandeln?
  • Wie hoch setze ich meine Forderungen an?
  • Wie gehe ich mit Einwänden um?
  • Was tun bei einer Absage?
  • Welche Karrieretipps kann ich befolgen?
  • Wie funktioniert erfolgreiches Networking?
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